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WP Menden Menden, 22.05.2010, Corinna Schutzeichel
Platte Heide. Der Platz vor der Heide-Apotheke soll, wenn es nach den Vorstellungen von Apotheker Dr. Horst-Lothar Müller geht, saniert und neu gestaltet werden. Denn durch die derzeitige Verkehrssituation seien Fußgänger extrem gefährdet.
In dem Bereich vor der Apotheke weist das Straßenpflaster „starke Verwerfungen” auf, erklärt Dr. Horst-Lothar Müller in einem Bürgerantrag. „Die Verwerfungen in der gepflasterten Fahrbahnfläche vor der Apotheke sind hauptsächlich durch den Busverkehr entstanden.” Dr. Müller sieht dadurch und durch die zügige Fahrweise mancher Linienbusse Fußgänger „erhöhter Gefährdung” ausgesetzt. An Markttagen (donnerstags) sei das Risiko, dass Fußgänger von Bussen angefahren werden, „zusätzlich unkalkulierbar gewachsen”. Zum einen bestehe durch das aufgeworfene Pflaster eine Sturzgefahr, und zum anderen seien die Verkehrsverhältnisse an Markttagen unübersichtlich. Es bestehe eine „hochriskante Sicherheitslage”, die die Stadt Menden dringend beseitigen müsse.
Andere Verkehrsführung für Busse
Dr. Müller schlägt nun eine andere Verkehrsführung der Busse vor. Mit der MVG habe er bereits gesprochen, das Unternehmen habe Zustimmung signalisiert. Danach sollen die Busse künftig nicht mehr auf dem großen Platz vor der Apotheke halten, sondern auf dem der Apotheke gegenüberliegenden Bereich. Hinter den äußeren Parkplätzen soll dann eine Busspur eingerichtet werden. Die Pkw-Parkplätze sollen erhalten bleiben, die Zufahrt und Abfahrt erfolgt über den Malvenweg. Die vorhandenen Verbundsteine sollen aufgenommen und neu verlegt werden. Das vorhandene Buswartehäuschen soll zum Margueritenweg verschoben werden (Richtung Beginn des Platzes).
"Historische Chance"
„Wir haben hier eine geradezu historische Chance, auf der Platte Heide ein kommunikatives Zentrum zu kreieren und den Stadtteil zu verschönern”, erläutert Dr. Müller. Im Vergleich zur geplanten Neugestaltung des Bereiches vor dem Alten Rathausplatz „könnte man das Ganze bei uns auf der Platte Heide für relativ kleines Geld machen”. Er rechnet mit Kosten zwischen 30 000 und 50 000 Euro, von denen er selbst einen Großteil übernehmen würde: „Hinzu käme, dass die Stadt die ansonsten anfallenden Reparaturkosten sparen würde.” Für Verbesserungsmaßnahmen im öffentlichen Personennahverkehr hat die Stadt für dieses Jahr bereits 30 000 Euro für die Platzsanierung in den Haushalt eingestellt, aber noch nicht verabschiedet.
Behindertengerechter Zugang
Darüber hinaus will Dr. Müller den Zugang zu seiner Apotheke behindertengerecht gestalten. Denkbar wäre, dass die Stufe zur Apotheke etwas nach vorne gezogen würde, „bis zu dem Teil des Bürgersteigs, der mir gehört”. Die bessere Alternative sei aber, den Bürgersteig abzusenken und die Rampe auf dem Platz (zwei bis drei Meter lang, sechs Prozent Gefälle) auslaufen zu lassen.
Die Politiker des Bauausschusses haben den Antrag von Dr. Müller am Donnerstag zur Beratung in den Finanzausschuss verwiesen.
